15. Ausstellung 2014 - Dortmund-Berghofen

 

„Ostern sehen“ hieß es ab 30. März 2014 in der Josephskirche in Dortmund-Berghofen - in einer Ausstellung mit über 450 Egli-Figuren.

 

Wer „Ostern sehen“ und verstehen will, muss auf Jesus schauen, seine Botschaft und sein Leben und Sterben in den Blick nehmen... - so wie wir es in der Bibel lesen und in den Gottesdiensten hören können.

 

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Mit dem Einzug Jesu in Jerusalem beginnt die Leidensgeschichte nach Matthäus.

 

‚Dein König kommt zu dir. Und doch kommt er nicht stolz daher, sondern reitet auf einem Esel, ja, auf dem Fohlen einer Eselin.&lsqou; - Damit sich das alte Prophetenwort erfüllt, setzte sich Jesus auf den Esel und ritt in die Stadt ein. Viele Leute breiteten ihre Kleider als Teppich vor ihm aus. Andere rissen Zweige von den Bäumen, legten sie auf den Weg und riefen: „Gelobt sei der Sohn Davids, ja, gepriesen sei, der im Auftrag des Herrn kommt! Gelobt sei Gott im Himmel!“
„Wer ist dieser Mann?“, fragten die Leute. „Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa“, riefen die Menschen, die ihn begleiteten.

 

Dann ging Jesus in den Tempel. Er jagte alle Händler und Käufer hinaus. Er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und rief: „Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ‚Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‘, ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“   

 

   Mit dem Blick auf den großen Tempel sprach Jesus mit seinen Jüngern über das, was einst am Ende aller Zeiten geschehen wird... Jesus sagte: „Ihr werdet von Kriegen. Gebt Acht, lasst euch nicht erschrecken! Das muss geschehen. Es ist noch nicht das Ende... aber: das Ende steht vor der Tür... Seid also wachsam...“.

 

„...und haltet euch bereit...
Denn mit dem Himmelreich wird es sein, wie mit zehn jungen Frauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengehen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug und nahmen außer ihren Lampen noch Öl in Krügen mit.
Weil der Bräutigam nicht kam, wurden sie müde und schliefen ein.
Mitten in der Nacht hörten sie den Ruf: „Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“ Da standen die jungen Frauen auf und machten ihre Lampen zurecht.
Die Törichten sagten zu den Klugen: „Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.“ Diese erwiderten: „Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht und kauft, was ihr braucht.“
Als der Bräutigam kam, gingen die jungen Frauen, die bereit waren, mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde...“
  

 

 

   Durch verschiedene Gleichnisse forderte Jesus die Jünger auf, wachsam zu sein. Er wollte sie bereit machen für den Tag, an dem der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird. An diesem Tag, so sagt Jesus, wird er die Gerechten von den Ungerechten scheiden. Zu den Gerechten wird er sagen:

 

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.

 

Ich war hungrig Ich war fremd Ich war krank und im Gefängnis

 

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.
Die Ungerechten wird er verurteilen und sagen:
Was ihr für einen der Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“

 

Zu derselben Zeit berieten die führenden Männer des Volkes darüber, wie sie Jesus heimlich festnehmen und umbringen lassen könnten.
Judas, einer der Zwölf, ging zu ihnen und fragte: „Was zahlt ihr mir, wenn ich euch Jesus verrate?“ Sie gaben ihm dreißig Silbermünzen.
Von da an suchte Judas eine günstige Gelegenheit, um Jesus zu verraten.

 

 

 

Jesus war in Betanien Gast bei Simon, der früher einmal aussätzig gewesen war. Während der Mahlzeit kam eine Frau herein. In ihren Händen hielt sie ein Fläschchen mit kostbarem Öl, mit dem sie seinen Kopf salbte. Als die Jünger das sahen, regten sie sich über diese Verschwendung auf.
Jesus sagte zu ihnen: „Diese Frau hat etwas Gutes für mich getan. Mit diesem Salböl hat sie meinen Körper für mein Begräbnis vorbereitet. Und ich sage euch: Überall, wo man Gottes rettende Botschaft verkündet, wird man auch von dieser Frau sprechen und von dem, was sie getan hat.“
  

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Am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote bereiteten die Jünger alles für das Passahmahl vor.
Am Abend nahm Jesus mit den zwölf Jüngern am Tisch Platz. Beim Essen erklärte er ihnen: „Ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!“
Während sie aßen, nahm Jesus Brot, sprach das Dankgebet, teilte das Brot und gab jedem seiner Jünger ein Stück davon: „Nehmt und esst! Das ist mein Leib.“
Anschließend nahm er einen Becher Wein, dankte Gott und reichte ihn seinen Jüngern: „Trinkt alle daraus! Das ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird zur Vergebung ihrer Sünden vergossen.“
Nachdem sie das Danklied gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

 

 

   Dort bat Jesus seine Jünger: „Wartet auf mich! Ich will ein Stück weiter gehen und beten.“
Petrus, Jakobus und Johannes nahm er mit. Tiefe Traurigkeit und Angst überfielen Jesus, und er sagte zu ihnen: „Ich zerbreche beinahe unter der Last, die ich zu tragen habe. Bleibt bei mir, und wacht mit mir!“
Jesus ging ein paar Schritte weiter, warf sich nieder und betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so bewahre mich vor diesem Leiden! Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“
Die drei Jünger waren eingeschlafen. Jesus betete: „Mein Vater, wenn mir dieses Leiden nicht erspart bleiben kann, bin ich bereit, deinen Willen zu erfüllen!“
Als er zurückkam, schliefen die Jünger schon wieder; die Augen waren ihnen zugefallen. Er kehrte um und betete zum dritten Mal. Dann kam er zu seinen Jüngern zurück und sagte: „Jetzt ist die Stunde gekommen: Der Menschensohn wird ausgeliefert. Steht auf, lasst uns gehen! Der Verräter ist schon da.“

 

Noch während Jesus sprach, kam Judas zusammen mit vielen bewaffneten Männern, die vom Hohenpriester und den führenden Männern des Volkes geschickt waren.
Judas ging wie vereinbart auf Jesus zu und küsste ihn. Sofort packten ihn die Männer und nahmen ihn fest.
Jesus wandte sich an sie: „Bin ich denn ein Verbrecher, dass ihr euch mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet habt, um mich zu verhaften? Jeden Tag habe ich öffentlich im Tempel gesprochen. Warum habt ihr mich nicht dort festgenommen? Aber auch dies geschieht, damit sich die Vorhersagen der Propheten erfüllen.“ Entsetzt verließen ihn alle Jünger und flohen.

 

Sie brachten Jesus zu Kaiphas, dem Hohenpriester und Vorsitzenden des Hohen Rates. Bei ihm waren die Schriftgelehrten und die führenden Männer des Volkes versammelt. Der ganze Hohe Rat suchten Zeugen, die durch ihre falschen Aussagen Jesus so belasten sollten, dass man ihn zum Tode verurteilen konnte.
Schließlich erklärten zwei Männer: „Dieser Mensch hat behauptet: ‚Ich kann den Tempel Gottes abreißen und in drei Tagen wieder aufbauen.‘“
Da stand der Hohepriester auf und fragte Jesus: „Hast du nichts gegen diese Anschuldigungen zu sagen?“
Als Jesus schwieg, sagte der Hohepriester: „Ich nehme dich vor dem lebendigen Gott unter Eid: Sag uns, bist du Christus, der Sohn Gottes?“
„Ja, du sagst es“, antwortete Jesus, „und ich versichere euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn an der rechten Seite Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“
Empört zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: „Das ist Gotteslästerung! Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen? Wie lautet euer Urteil?“
Sie schrien: „Er ist schuldig! Er muss sterben!“

 

Petrus war ihnen in sicherem Abstand bis in den Innenhof des Palastes gefolgt, um zu beobachten, was mit Jesus geschehen würde. Da trat eine Dienerin auf ihn zu und sagte: „Du gehörst doch auch zu Jesus, diesem Galiläer!“ Aber Petrus bestritt das laut: „Ich weiß nicht, wovon du redest.“ Als er danach in den Vorhof hinausging, bemerkte ihn eine andere Dienerin und sagte vor allen Leuten: „Der da gehört auch zu diesem Jesus von Nazareth!“ Doch Petrus behauptete wieder, und diesmal schwor er sogar: „Ich kenne den Mann gar nicht!“ Kurze Zeit später kamen einige von den Leuten, die im Hof standen, und sagten zu Petrus: „Natürlich gehörst du zu seinen Freunden! Dein Dialekt verrät dich.“ Da rief Petrus: „Ich schwöre euch: Ich kenne diesen Menschen nicht! Gott soll mich verfluchen, wenn ich lüge!“ In diesem Augenblick krähte ein Hahn, und Petrus dachte an die Worte Jesu: ‚Ehe der Hahn kräht, wirst du dreimal geleugnet haben, mich zu kennen.‘ Da ging Petrus hinaus und weinte voller Verzweiflung.

 

   

 

Als Judas sah, dass Jesus zum Tode verurteilt werden sollte, bereute er bitter, was er getan hatte. Er brachte den Hohenpriestern und den führenden Männern des Volkes die dreißig Silbermünzen zurück. „Ich habe eine große Schuld auf mich geladen und einen Unschuldigen verraten!“, bekannte er. „Was geht uns das an?“, gaben sie ihm zur Antwort. „Das ist deine Sache!“ Da nahm Judas das Geld und warf es in den Tempel. Dann lief er fort und erhängte sich.

 

    

 

 

Am frühen Morgen fassten alle Hohenpriester und führenden Männer des Volkes den Beschluss, Jesus töten zu lassen. Sie ließen ihn fesseln und übergaben ihn Pilatus, dem römischen Statthalter. Der fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ Jesus antwortete: „Ja, du sagst es!“ Der Statthalter begnadigte jedes Jahr zum Passahfest einen Gefangenen, den sich das Volk selbst auswählen durfte. Als sich nun die Menschenmenge vor dem Haus des Pilatus versammelt hatte, fragte er sie: „Wen soll ich diesmal begnadigen? Barabbas oder Jesus, euren Messias?“

 

   Während Pilatus die Gerichtsverhandlung leitete, schickte ihm seine Frau eine Nachricht: „Unternimm nichts gegen diesen Mann. Er ist unschuldig! Ich habe seinetwegen in der letzten Nacht einen furchtbaren Traum gehabt.“

 

Inzwischen aber hatten die Hohenpriester und die führenden Männer des Volkes die Menge aufgewiegelt. Als der Statthalter seine Frage wiederholte: „Wen von den beiden soll ich freilassen?“, schrie die Menge: „Barabbas!“ „Und was soll mit Jesus geschehen, eurem Messias?“ Da brüllten sie alle: „Ans Kreuz mit ihm!“ Pilatus ließ Jesus auspeitschen und zur Kreuzigung abführen.   

 

Die Soldaten brachten Jesus in den Hof, zogen sie ihm die Kleider aus und hängten ihm einen roten Mantel um.
Aus Dornenzweigen flochten sie eine Krone und drückten sie ihm auf den Kopf. Sie gaben ihm einen Stock in die rechte Hand, knieten vor ihm nieder und riefen höhnisch: „Es lebe der König der Juden!“
Sie spuckten ihn an und schlugen ihm mit dem Stock auf den Kopf.
Nachdem sie ihn so verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel wieder aus und gaben ihm seine eigenen Kleider zurück. Dann führten sie Jesus ab zur Kreuzigung.

 

    

 

 

   Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte begegnete ihnen ein Mann aus Kyrene, der Simon hieß. Ihn zwangen sie, das Kreuz zu tragen, an das Jesus gehängt werden sollte.
So zogen sie aus der Stadt hinaus nach Golgatha, was „Schädelstätte“ heißt.

 

Dort nagelten die Soldaten Jesus an das Kreuz. Seine Kleider verlosten sie unter sich. Sie setzten sich neben das Kreuz und bewachten Jesus. Über seinem Kopf brachten sie ein Schild an, auf dem stand, weshalb man ihn verurteilt hatte: „Das ist Jesus, der König der Juden!“ Mit Jesus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt, der eine rechts, der andere links von ihm.
Die Leute, die am Kreuz vorübergingen, beschimpften ihn und schüttelten spöttisch den Kopf: „Den Tempel wolltest du zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen? Komm vom Kreuz herunter, wenn du wirklich der Sohn Gottes bist!“
Auch die Hohenpriester, Schriftgelehrten und führenden Männer des Volkes verhöhnten Jesus: „Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen. Wenn er wirklich der König Israels ist, soll er doch vom Kreuz heruntersteigen.“
Ebenso beschimpften ihn die beiden Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren.

 

   Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden. Gegen drei Uhr rief Jesus laut: „Eli, Eli, lema sabachtani?“ Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Einige von den Umstehenden aber meinten: „Er ruft den Propheten Elia.“
Einer von ihnen nahm schnell einen Schwamm, tauchte ihn in Essig und steckte ihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen. Aber die anderen sagten: „Lass doch! Wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihm hilft.“ Da schrie Jesus noch einmal laut auf und starb.

 

Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten. Gräber öffneten sich, und viele Verstorbene, die nach Gottes Willen gelebt hatten, erwachten vom Tod.
Der römische Hauptmann und die Soldaten, die Jesus bewachten, erschraken sehr bei diesem Erdbeben und allem, was sich sonst ereignete. Sie sagten: „Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen!“
  

 

Viele Frauen aus Galiläa waren mit Jesus zusammen nach Jerusalem gekommen. Sie hatten für ihn gesorgt, und jetzt beobachteten sie das Geschehen aus der Ferne.
Unter ihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus und Joses, sowie die Mutter der beiden Zebedäussöhne Jakobus und Johannes.

 

Am Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa. Er hieß Josef und war ein Jünger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam Jesu. Pilatus befahl, diese Bitte zu erfüllen.

 

    

 

 

   Josef nahm den Toten, wickelte ihn in ein neues Leinentuch und legte ihn in das Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Dann wälzte er einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging fort.

 

Maria aus Magdala und die andere Maria waren auch dabei. Sie blieben beim Grab sitzen.   

 

Am nächsten Tag, es war der Sabbat, kamen die Hohenpriester und Pharisäer zu Pilatus und sagten: „Herr, uns ist eingefallen, dass dieser Verführer einmal behauptet hat: ‚Drei Tage nach meinem Tod werde ich auferweckt werden!‘ Lass darum das Grab bis zum dritten Tag bewachen, sonst stehlen seine Jünger noch den Leichnam und erzählen jedem, Jesus sei von den Toten auferstanden. Das aber wäre ein noch größerer Betrug.“
„Ich will euch eine Wache geben“, antwortete Pilatus. „Tut, was ihr für richtig haltet, und sichert das Grab!“ Da versiegelten sie den Stein und stellten Wachposten auf.
Als der Sabbat vorüber war, am frühen Sonntagmorgen bei Sonnenaufgang, gingen Maria aus Magdala und die andere Maria hinaus an das Grab.
Plötzlich fing die Erde an zu beben. Ein Engel Gottes kam vom Himmel herab und wälzte den Stein vor dem Grab beiseite. Er leuchtete hell wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wachposten stürzten vor Schrecken zu Boden und blieben wie tot liegen.

 

Der Engel wandte sich an die Frauen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat. Kommt und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. Dann beeilt euch, geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Er wird euch nach Galiläa vorausgehen, und dort werdet ihr ihn sehen. Diese Botschaft soll ich euch ausrichten.“   

 

   Erschrocken liefen die Frauen vom Grab weg. Gleichzeitig erfüllte sie unbeschreibliche Freude. Sie wollten sofort den Jüngern alles berichten, was sie erlebt hatten.
Sie waren noch nicht weit gekommen, als Jesus plötzlich vor ihnen stand. „Seid gegrüßt!“, sagte er. Da fielen sie vor ihm nieder und umklammerten seine Füße. Jesus beruhigte sie: „Fürchtet euch nicht! Geht, sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa kommen! Dort werden sie mich sehen.“

 

Nachdem die Frauen das Grab verlassen hatten, liefen einige der Wachsoldaten zu den Hohenpriestern in die Stadt und berichteten, was geschehen war.
Diese berieten mit den führenden Männern des Volkes, was sie nun tun sollten. Schließlich gaben sie den Soldaten viel Geld und befahlen ihnen: „Erzählt überall: ‚In der Nacht, als wir schliefen, sind seine Jünger gekommen und haben den Toten gestohlen.‘“ Auch versprachen sie ihnen: „Wenn der Statthalter dahinter kommt, werden wir dafür sorgen, dass euch nichts geschieht.“ Die Soldaten nahmen das Geld und hielten sich an den Befehl. So hat sich diese Geschichte bei den Juden weiter verbreitet und findet noch heute Glauben.

 

   Die elf Jünger gingen nach Galiläa zu dem Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Als sie ihn dort sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber zweifelten, ob es wirklich Jesus war. Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: „Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!“

 

Dieser Auftrag Jesu galt den Menschen damals - und er gilt auch uns - heute, in der Vorbereitungszeit auf das Osterfest 2014 und darüberhinaus!

 

 

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